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132 Ausgabe Juni 2026 www.der-wirtschaftsfuehrer.at 2013 Der Tiergarten Schönbrunn wird zum dritten Mal in Folge als bester Zoo Europas ausgezeichnet. In drei Kategorien der internationalen „Giant Panda Zoo Awards" erhält er je einmal Gold, Silber und Bronze und für seine fortgesetzten Bemühungen um den Einsatz erneuerbarer Energien im Herbst den Österreichischen Solarpreis. Im April wird die Universum-Dokumentation „Leben im Zoo" von Lukas Beck gesendet. Sie erzielt mit mehr als 840.000 Sehern die höchste Universum-Einschaltquote seit 2008 und wird Anfang Dezember beim 11. Internationalen Matsalu Nature Film Festival in Estland mit dem Spezialpreis ausgezeichnet. Ende März wird das zusammen mit den Österreichischen Bundesgärten betriebene Wüstenhaus nach einem Umbau wiedereröffnet. Im Juni findet zum zweiten Mal der neuerlich ausgebuchte Wiener Zoo-Lauf statt, und Ende August werden wieder die beliebten Artenschutztage abgehalten. Mehrfach stellt sich in diesem Jahr auch prominenter Nachwuchs ein: im Juni das Giraffen-Männchen Lubango, Mitte August das dritte auf natürlichem Weg gezeugte Panda-Junge in Folge, das Männchen Fu Bao (glücklicher Leopard), und Anfang September das Elefanten-Weibchen Iqhwa. Iqhwa ist die weltweit erste Nachzucht Afrikanischer Elefanten in Menschenobhut durch künstliche Besamung mit dem tiefgefrorenem Sperma eines Wildbullen. Neben jungen Königs- und Felsenpinguinen, einem Kugelgürteltier oder einem Zweifingerfaultier gibt es auch Jungtiere bei weniger bekannten, in ihren Lebensräumen aber zumindest ebenso bedrohten Arten wie Fidschi-Leguanen, Krokodiltejus oder Kaiserschnurrbarttamarinen. In das neu gestaltete Amazonas-Tunnelbecken des Aquarienhauses ziehen Ende Dezember zusammen mit Rochen und kleinen Fischarten zwei Arapaimas ein, die zu den größten Süßwasserfischen zählen. Auch der in diesem Jahr ausgelaufene Leihvertrag für die Großen Pandas mit der Volkrepublik China wird um 10 Jahre verlängert. 2014 Im Mai wird die Eisbärenwelt „Franz Josef Land“ eröffnet, eine insgesamt 1.700 m² große neue Anlage mit 450 m² Wasserflächen. Eine Photovoltaikanlage sorgt für größtmögliche Energieeffizienz. Im „Polardom“ ist ein Informationszentrum über die Lebensräume der Arktis und Antarktis und deren aktuelle Bedrohungen eingerichtet. Mit dem Männchen Ranzo aus Finnland und dem Weibchen Lynn aus den Niederlanden bewohnen nun vorerst zwei „Halbwüchsige“ das neue Gehege. Im Juli übersiedeln auch die Nasenbären in ihr neues Quartier zwischen Franz Josef Land und Regenwaldhaus. Erstmals seit 13 Jahren gibt es wieder Nachwuchs bei den Geparden: Im April und im Juli kommen jeweils Drillinge zur Welt, die sofort zu einer großen Attraktion werden. Im Oktober empfängt der Tiergarten Schönbrunn aus dem Zoo Beauval in Frankreich das zweijährige Koala-Männchen Wirri Wirri, nachdem Anfang Juli das Männchen Bilyarra im hohen Alter von 16 Jahren eingeschläfert werden musste, das seit 2002 in Schönbrunn gelebt hat. An neuen Tierarten ziehen Ende August in ihrem Lebensraum in Nordwestafrika bereits ausgestorbene Mhorrgazellen ein, die sich seit 1968 nur mehr in Menschenobhut vermehren konnten, und im September in ihrem Bestand in freier Wildbahn stark gefährdete Dikdiks, eine nur etwa hasengroße afrikanische Zwergantilopenart. Erstmals zu sehen sind auch weniger spektakuläre, aber ebenfalls vom Aussterben bedrohte oder in ihrem ursprünglichen Lebensraum bereits ausgestorbene Tierarten wie der Valencia-Kärpfling, der Lovers Lake Killifisch von Naturhistorischen Museums, gekommen sind. Franz Stephan war bereits als Kind mit Tieren in Berührung gekommen. Später hatte er sowohl die Tierhaltungen der Habsburger in der Umgebung ihrer Wiener Residenz – bei den Schlössern Ebersdorf und Neugebäude – als auch die Menagerie von Prinz Eugen von Savoyen beim Schloss Belvedere und die ebenfalls bedeutenden Anlagen von Paris-Versailles oder London kennengelernt. Auch seine Eltern besaßen an ihrem Sitz in Lunéville eine kleine Privatmenagerie. Über die neue Menagerie im Schlosspark von Schönbrunn, die nach barocken Gestaltungsprinzipien errichtet worden war, sagte er einmal sinngemäß, sie koste ihn zwar viel Geld, bereite ihm aber auch sehr viel Freude. Als die Menagerie Schönbrunn im Sommer 1752 größtenteils fertiggestellt und mit Tieren besetzt war, konnte Franz Stephan auch die ersten Gäste zu ihrer Besichtigung einladen. Am 31. Juli wurde ein solcher Besuch erstmals vom Obersthofmeister Maria Theresias, Johann Joseph Fürst Khevenhüller-Metsch, schriftlich festgehalten. Dieser Tag gilt deshalb heute als Gründungstag des Tiergartens Schönbrunn – der seither ohne Unterbrechung am selben Standort in Betrieb ist. Schon im Herbst des Jahres durften auf Einladung Franz Stephans auch Schüler der Wiener Theresianischen Akademie die neue Attraktion des Hofes besuchen. Franz Stephan bemühte sich bis zu seinem Tod im Jahr 1765 um die Beschaffung von Tieren für die Menagerie Schönbrunn. Zunächst sollten vor allem Wasservögel, exotische Hühner, Fasane aus Indien und viele bunte Vögel für die Volieren beschafft werden, aber keine Fleisch fressenden Tiere. Auch Affen und Papageien wollte Franz Stephan ursprünglich nicht in seiner Menagerie haben – da sie zu dieser Zeit aber an den großen europäischen Fürstenhöfen zu den „Modetieren" gehörten und spätestens ab 1753 auch in Wien vertreten waren, dürfen wir annehmen,

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