17 Ausgabe Juni 2026 www.der-wirtschaftsfuehrer.at Grundsatz ist klar: Pflege aus eigener Kraft. Wir wollen heimische Arbeitskräfte qualifizieren und Menschen in Niederösterreich für Pflege- und Sozialberufe gewinnen. Das ist der richtige Weg gegen den Fachkräftemangel. Dafür gibt es auch bei der MAG die Pflege Chance NÖ. Sie ist eine zentrale Anlaufstelle für Menschen, die sich für einen Pflegeberuf interessieren. Die Pflege Chance NÖ bringt interessierte Personen, freie Ausbildungsplätze und Arbeitsplätze im Pflegebereich zusammen. Sie begleitet die Menschen von der ersten Entscheidung bis zum Abschluss der Ausbildung. Seit Februar 2025 gibt es außerdem das Projekt „Pflegewege klar gemacht“. Dieses Projekt ist eine wichtige Vorschaltmaßnahme zur Pflege Chance NÖ. Dort wird zuerst geklärt, ob der Pflegeberuf zur jeweiligen Person passt, ob eine Pflegeausbildung möglich ist und ob noch zusätzliche Unterstützung notwendig ist. Gerade im Pflegebereich sehen wir einen großen Bedarf an Fachkräften. Deshalb investieren wir bewusst in Qualifizierung, Umschulung und regionale Ausbildungsangebote. Pflege ist ein Beruf mit Zukunft und mit hoher gesellschaftlicher Bedeutung. Wer schon einmal erlebt hat, wie wichtig gute Pflege in der eigenen Familie oder im nahen Umf e l d ist, weiß, welchen Wert diese Arbeit für unsere Gesellschaft hat. Und auch hier ist die MAG Menschen und Arbeit GmbH wieder ein zentraler Baustein unserer Arbeitsmarktpolitik. Welche Gruppen benötigen derzeit besonders Unterstützung? Eine Gruppe, die derzeit besonders Unterstützung braucht, sind ganz klar junge Menschen. Vor allem jene Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die nicht in Ausbildung, nicht in Arbeit und auch in keiner Schulung sind. Diese Gruppe wird oft als NEETs (Not in Education, Employment or Training) bezeichnet. Das sind junge Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen aus dem System gefallen sind. Genau diese jungen Menschen dürfen wir nicht allein lassen. Denn wenn jemand in jungen Jahren den Anschluss verliert, wird es später oft viel schwieriger, wieder in Ausbildung oder Arbeit zu kommen. Deshalb braucht es Angebote, die früh ansetzen, Vertrauen schaffen und neue Perspektiven eröffnen. Deshalb habe ich das Pilotprojekt „Job-In“ für unter 25-Jährige ins Leben gerufen. Es soll jungen Menschen helfen, Schritt für Schritt wieder in Ausbildung oder Arbeit zu finden. Ziel ist es, aus bloßem Herumlungern wieder sinnvolle Aktivität zu machen. Auch als Mutter von drei Kindern ist es mir vollkommen klar, dass junge Menschen spüren müssen: Es gibt für mich Möglichkeiten. Ich kann etwas schaffen. Ich habe eine Zukunft. Zusätzlich habe ich in den bereits angesprochenen Jugendbildungszentren einen weiteren Schwerpunkt gesetzt. Seit Anfang 2025 läuft in zwei Jugendbildungszentren, nämlich in Amstetten und Wiener Neustadt, ein Pilotprojekt mit gezielter psychologischer Unterstützung. Das ist wichtig, weil viele junge Menschen heute nicht nur Hilfe bei Ausbildung oder Arbeit brauchen, sondern auch bei ihrer mentalen Stabilität. Wir sehen, dass psychische Belastungen bei Kindern und Jugendlichen in den letzten Jahren stark zugenommen haben, besonderes während den Corona-Maßnahmen. Depressionen, Ängste, Schlafprobleme oder sozialer Rückzug sind keine Randthemen mehr. Wer innerlich nicht stabil ist, tut sich auch am Arbeitsmarkt schwer. Deshalb ist es für mich ganz eindeutig: Wir wollen nicht warten, bis Probleme größer werden. Wir wollen früh unterstützen. Jeder junge Mensch verdient eine echte Chance auf Einer meiner großen Schwerpunkte liegt derzeit auch auf dem Pflegebereich. Unser Grundsatz ist klar: Pflege aus eigener Kraft. Wir wollen heimische Arbeitskräfte qualifizieren und Menschen in Niederösterreich für Pflege- und Sozialberufe gewinnen. Landesrätin Susanne Rosenkranz „ „
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