32 Ausgabe Dezember 2025 www.der-wirtschaftsfuehrer.at Die Herbstausstellung „Schwarze Juden, Weiße Juden?“ im Jüdischen Museum Wien beleuchtet vom 22. Oktober 2025 bis 26. April 2026 das Spannungsfeld zwischen Selbstbild, Fremdzuschreibung, Antisemitismus und Rassismus – und lädt zum Nachdenken ein. Das Jüdische Museum Wien widmet seine neue Herbstausstellung einem Thema, das aktueller nicht sein könnte: „Schwarze Juden, Weiße Juden? Über Hautfarben und Vorurteile“ befasst sich mit der Frage, wie jüdische Identität im Spannungsfeld von Eigendefinition, Antisemitismus und Rassismus verstanden und dargestellt wird. Die Ausstellung ist von 22. Oktober 2025 bis 26. April 2026 im Museum Dorotheergasse zu sehen und lädt dazu ein, eingefahrene Bilder zu hinterfragen – und neue Perspektiven auf Vielfalt, Zugehörigkeit und Menschlichkeit zu gewinnen. Ein Thema von globaler Relevanz In Zeiten, in denen rassistische und antisemitische Tendenzen in Europa wieder zunehmen, setzt das Jüdische Museum Wien mit dieser Schau ein deutliches Zeichen: Es geht um Bewusstsein, um kritisches Hinterfragen und um den Mut, komplexe Fragen ohne einfache Antworten zu stellen. Welche Hautfarben haben Jüdinnen und Juden – und welche werden ihnen zugeschrieben? Wie sehen sie sich selbst, wie werden sie gesehen? Die Ausstellung zeigt, dass diese Fragen tief in historische wie aktuelle Diskurse hineinreichen. Von den sogenannten „Rassentheorien“ des 19. Jahrhunderts über die NS-Ideologien bis hin zu gegenwärtigen Debatten um Identität, Privilegien und Zugehörigkeit: Immer wieder wurde und wird jüdische Identität in Bezug auf Hautfarbe diskutiert – oftmals ausgrenzend, pauschalisierend oder vereinnahmend. © The Estate of Philip Guston © Friedrich-Schiller-Universität Jena, Universitätsarchiv
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