46 Ausgabe Juni 2026 www.der-wirtschaftsfuehrer.at Als Teil des KHM-Museumsverbands, eine der größten Museums-Gruppen Europas, ist es zudem eine der bedeutendsten außeruniversitären Forschungseinrichtungen Österreichs im Bereich der Geisteswissenschaften. Zum Museumsverband gehören weitere bedeutende Bundesmuseen und Sammlungen Österreichs, darunter das Weltmuseum Wien, das Theatermuseum, die Kaiserliche Schatzkammer, die Kaiserliche Wagenburg, der Theseustempel und Schloss Ambras. Das Kunsthistorische Museum und der KHM-Museumsverband werden von Jonathan Fine geleitet. ARCHITEKTUR Das Kunsthistorische Museum wurde von den renommierten Architekten Gottfried Semper und Carl von Hasenauer entworfen. Es ist ein im Stil der italienischen Renaissance erbauter Palast der schönen Künste, der 1891 feierlich eröffnet wurde. Bedeutende Maler wie Gustav Klimt schufen Teile des dekorativen Programms und die prächtigen Fresken, die die Architektur schmücken. Im Mittelpunkt des Museums stehen jedoch seine außergewöhnlichen Sammlungen: Objekte aus dem alten Ägypten, der Antike, dem Mittelalter und der Frühen Neuzeit. Prächtige Skulpturen wie Cellinis Saliera, unschätzbare Gemälde der großen Künstler der Renaissance und des Barock, darunter Bellini, Mantegna, Giorgione, Raffael, Dürer, Holbein, van Eyck, Velázquez, Veronese, Tizian, Caravaggio, Rubens, Parmigianino, Arcimboldo, van Dyck sowie die weltweit größte und umfassendste Sammlung von Gemälden Bruegels und vieles mehr sind im Kunsthistorischen Museum zu finden. ÄGYPTISCH-ORIENTALISCHE SAMMLUNG Die ägyptisch-orientalische Sammlung des Kunsthistorischen Museums zählt zu den weltweit bedeutendsten Sammlungen ägyptischer Altertümer. Die mehr als 17.000 Objekte stammen aus einem Zeitraum von fast viertausend Jahren, von der ägyptischen prädynastischen und frühdynastischen Zeit (ca. 3500 v. Chr.) bis in die frühchristliche Ära. Geografisch reichen ihre Herkunftsorte von Ägypten, Nubien, dem östlichen Mittelmeerraum und Mesopotamien bis zur Arabischen Halbinsel. Die Sammlung gliedert sich in vier große Bereiche: Totenkult, Kulturgeschichte, Skulptur und Relief sowie die Entwicklung der Schrift. Zu den Höhepunkten zählen die reich verzierte Opferkapelle des Ka-ni-nisut aus dem Alten Reich, zahlreiche Sarkophage und Särge, Tiermumien, Exemplare des Totenbuchs, Grabstelen, Götterfiguren, Alltagsgegenstände wie Kleidung und Kosmetikartikel, Meisterwerke Ägyptisch-Orientalische Sammlung – ca. 17.000 Objekte aus 4.000 Jahren Fotos © KHM-Museumsverband
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