45 Ausgabe September 2026 www.der-wirtschaftsfuehrer.at Lebensqualität bedeutet auch Inklusion Die Studie hebt zudem die Bedeutung von Teilhabe und Anerkennung im politischen Leben der Stadt hervor. In fünf Experimenten stellten die Forscher fest, dass die Menschen jenen Akteuren mehr Einfluss zuschreiben, die über mehr Stimmrechte und höhere Sprachkenntnisse verfügen und größere wirtschaftliche Beiträge leisten. Dies deutet darauf hin, dass manche Gruppen eher als legitime Mitgestalter des städtischen Lebens wahrgenommen werden als andere. „Lebensqualität hängt auch davon ab, wessen Beiträge anerkannt werden, wessen Interessen zählen und wer an der Gestaltung des städtischen Lebens mitwirken kann. Städte, die lebenswert bleiben wollen, sollten über formale Indikatoren für Partizipation hinausblicken und sicherstellen, dass ihre Entscheidungsprozesse die Vielfalt aller Bevölkerungsgruppen widerspiegeln, die in der Stadt leben und sie einzigartig machen“, betont Co-Autorin Katharina Dinhof. „Dazu gehört zum Beispiel, Menschen ohne Staatsbürgerschaft eine stärkere Stimme zu geben, öffentliche Dienstleistungen in mehreren Sprachen zugänglich zu machen und ein breiteres Bevölkerungsspektrum miteinzubeziehen, etwa durch Bürgerversammlungen, Nachbarschaftsräte und andere partizipative Formate“, fügt Samuel hinzu. Detaillierte Studienergebnisse und weitere Informationen www.doi.org/10.1177/00420980261464858
RkJQdWJsaXNoZXIy NDYxMjE=