Der Wirtschaftsführer für Wien, Niederösterreich und Kärnten - E-Book

48 Ausgabe Juni 2026 www.der-wirtschaftsfuehrer.at GEMÄLDEGALERIE Die Gemäldegalerie des Kunsthistorischen Museums entwickelte sich aus der Kunstsammlung des Hauses Habsburg. Heute ist sie eine der weltweit größten und bedeutendsten ihrer Art. Die Grundlagen der Sammlung wurden im 17. Jahrhundert gelegt. Ihre Schwerpunkte liegen auf der venezianischen Malerei des 16. Jahrhunderts (Tizian, Veronese, Tintoretto), der flämischen Malerei des 17. Jahrhunderts (Rubens, Van Dyck), der frühen niederländischen Malerei (van Eyck, van der Weyden) sowie der deutschen Renaissance-Malerei (Dürer, Cranach). Zu den weiteren Highlights der Gemäldegalerie gehören die weltweit einzigartigen Bestände an Gemälden von Pieter Bruegel dem Älteren, außerdem Meisterwerke von Vermeer, Rembrandt, Raffael, Caravaggio, Velázquez und italienischen Barockmalern. KUNSTKAMMER Die Kunstkammer Wien ist die weltweit bedeutendste Sammlung ihrer Art. Zwanzig Galerien laden dazu ein, eine Welt voller Schönheit und Witz, Kuriositäten und Wunder zu erleben. Die Kunst- und Wunderkammern der Renaissance und des Barock waren enzyklopädische, universelle Sammlungen, die das gesamte Wissen jener Zeit widerspiegeln sollten. Besonders begehrt waren seltene, kuriose und ungewöhnliche Objekte. Vom späten Mittelalter bis zum Barok sammelten die Habsburger Kaiser und Erzherzöge exotische und ungewöhnliche Materialien, denen sie häufig Zauberkräfte zuschrieben, darunter Edelsteine, Straußeneier, Korallen und Haifischzähne, die als Drachenzungen galten. Aus diesen in der Natur vorkommenden Materialien schufen Künstler meisterhafte Kunstwerke. Mehr als 2000 außergewöhnliche Kunstwerke werden in der Kunstkammer gezeigt. Zu den Highlights gehören eindrucksvolle Goldschmiedearbeiten wie die berühmte Saliera von Benvenuto Cellini, außergewöhnliche Fotos © KHM-Museumsverband

RkJQdWJsaXNoZXIy NDYxMjE=