129 Ausgabe Dezember 2025 www.der-wirtschaftsfuehrer.at 9. Krankheiten und Schädlinge Die Christrose ist robust, kann aber gelegentlich von Blattfleckenkrankheiten befallen werden. Bei großen Problemen, die kranken Blätter im Frühjahr entfernen. Und noch etwas vermeiden: Staunässe. Die verursacht Wurzelfäule. 10. Christrosen in der Gartengestaltung Im Garten harmoniert die Christrose besonders gut mit anderen spätwinterblühenden Pflanzen wie Schneeglöckchen oder Winterlingen. Ihre weißen bis rosafarbene Blüten heben sich wunderschön vom dunklen Laub ab und setzen elegante Akzente. Gartengeschichte „Es kommt ein strenger Winter!“ Dass die Christrosen einmal Wetterbarometer waren, wissen wohl die wenigsten. Am Heiligen Abend wurden früher 12 SchneerosenKnospen gepflückt und in kleinen Vasen eingewässert – für jedes Monat eine. Öffnet sich die Blüte dann groß und weit, dann bedeutet das Sonnenschein und herrliches Wetter, bleibt die Blüte klein oder öffnet sich die Knospe gar nicht, sollte das Regen und schlechtes Wetter bedeutet haben. In welcher Reihe man aufstellt? Genau das ist das Orakel … Genauso ein Wetterorakel gibt es auch rund um die Königskerze, die vielerorts auch Wetterkerze genannt wird. Ein Gärtner berichtete mir von seinen diesjährigen Beobachtungen, die besagen, dass durch die vielen Blüten an der Spitze der Königskerze auf einen extrem schneereichen Winter hindeuten. Andere Beobachtungen sagen, dass die an sich zweijährige Pflanze immer dann einen kalten Winter prophezeit, wenn der Blattkranz des ersten Jahres besonders kompakt und dicht ist, quasi als Schutz. Beides sei dieses Jahr erfolgt. Nur gut, dass mittlerweile alle meine Kübelpflanzen eingeräumt sind – bis auf die 4 Meter hohen Hanfpalmen, die haben dieses Jahr leider nirgendwo mehr Platz. Da hoffe ich, dass sich die Königskerzen doch irren und meine robusten Palmen im Freien überleben. Gartenfragen rund um die Christrosen Bei uns im Garten wächst die Stinkende Nieswurz, breitet sich aus und sieht toll aus – aber warum heißt die „stinkende“ Nieswurz? Sie riecht nicht! Zunächst: es ist eine Pflanze aus der Familie der Schneerosen (Helleborus foetidus) und das einzige, das stinkt, ist die Wurzel, die getrocknet und fein verrieben auch als Niespulver verwendet wurde. Die kleinen gelben Blüten gibt’s sogar manchmal mit Duft. *** Von Winterhärte war bei meiner wunderschön rot gefüllt blühenden Christrose keine Spur. Vor einigen Jahren, nach einigen Tagen Kahlfrost (also ohne Schnee) war sie tot. Ich möchte sie wieder setzen – sinnvoll? Die weißen Christrosen sind die robustesten, die roten sind mit viel „orientalischem Blut“ gezogen worden. Diese Hybridsorten sind nie ganz winterfest. Gut mit Laub abdecken und erst im Frühjahr abdecken, dann überleben sie. *** Stimmt es, dass man zu den Schneerosen beim Pflanzen Eierschalen geben soll. Wollen die Kalk? Die heimische Schneerose (H. niger) wächst im Humus über Kalk und liebt daher die Eierschalen – am besten fein zerstoßen in die Erde mischen und jedes Jahr den Boden damit rundherum abstreuen. Traditionelle weiße Christrosen Christrosen in allen Farben Wintergold – besonders weiße Blü ten Christrosen in Rosa
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